AAlert Triage
Erste Bewertung eines Alarms: echt oder Fehlalarm, wie kritisch, welche Systeme und Konten sind betroffen. Gute Triage entscheidet über die Qualität eines SOC mehr als die Anzahl der Regeln.
Die Begriffe aus Security Operations, kurz erklärt — mit klarer Abgrenzung zueinander statt Buzzword-Bingo.
26 Begriffe
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Erste Bewertung eines Alarms: echt oder Fehlalarm, wie kritisch, welche Systeme und Konten sind betroffen. Gute Triage entscheidet über die Qualität eines SOC mehr als die Anzahl der Regeln.
Methodik des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik mit Bausteinen und Anforderungen für ein angemessenes Sicherheitsniveau — verbreitet in Behörden und regulierten Branchen.
Zeitlich begrenzte Untersuchung, ob eine Umgebung bereits kompromittiert ist. Sinnvoll bei Verdacht, nach Übernahmen oder vor dem Aufbau eines dauerhaften Monitorings.
Eindämmung eines Vorfalls, damit der Angreifer sich nicht weiter ausbreitet — etwa durch Host-Isolation, Sperren von Konten oder Blockieren von Verbindungen. Containment kauft Zeit für Analyse und Wiederherstellung.
Endpoint Detection and Response: Agent auf Server und Client, der Prozessverhalten aufzeichnet, verdächtige Aktivität erkennt und Response-Aktionen wie Isolation oder Prozess-Stop erlaubt. Erkennung ohne Betrieb bleibt wirkungslos.
Strukturierte Reaktion auf einen Sicherheitsvorfall: Bestätigen, Eindämmen, Beweise sichern, Ursache beseitigen, Betrieb wiederherstellen und Lessons Learned festhalten.
Indicator of Compromise beschreibt Spuren eines Angriffs (Hash, Domain, Dateipfad); Indicator of Attack beschreibt Verhalten (etwa Prozessketten). Verhaltensindikatoren überdauern den Werkzeugwechsel eines Angreifers.
Internationale Norm für Informationssicherheits-Managementsysteme. CyStrat betreibt ein zertifiziertes ISMS nach ISO/IEC 27001 — Sicherheitsprozesse sind damit auditiert und nachweisbar.
Gerichtsfeste Untersuchung von Systemen, Datenträgern und Schadsoftware, um Ablauf, Umfang und Einstiegspunkt eines Angriffs zu belegen — inklusive Malware-Analyse von PE- und ELF-Samples.
Kritische Infrastrukturen wie Energie, Wasser, Gesundheit oder Finanzen mit erhöhten gesetzlichen Anforderungen an Verfügbarkeit, Erkennung und Meldepflichten.
System, das sicherheitsrelevante Ereignisse liefert: Domain-Controller, Firewall, Proxy, EDR, Cloud-Audit-Logs, VPN. Jede fehlende Quelle ist ein blinder Fleck in der Erkennung.
Managed Detection and Response: ausgelagerte Erkennung und Reaktion inklusive Analystenarbeit. Anders als reines Monitoring endet MDR nicht beim Alarm, sondern führt Triage, Bewertung und abgestimmte Gegenmaßnahmen durch.
Öffentliches Framework, das Angreifer-Taktiken und -Techniken katalogisiert. Es dient als gemeinsame Sprache, um Detektionsabdeckung zu messen, Lücken sichtbar zu machen und Alarme einzuordnen.
EU-Richtlinie, die Anforderungen an Risikomanagement, Meldewesen und Nachweise für viele Unternehmen verbindlich macht. Praktisch verlangt sie belegbare Erkennung, Reaktion und Governance.
Zeitlich begrenzter, autorisierter Angriff auf definierte Systeme, um ausnutzbare Schwachstellen zu belegen. Er prüft Technik punktuell, nicht die Erkennungsfähigkeit im Betrieb.
Täuschungsangriff per E-Mail, Chat oder Telefon, um Zugangsdaten, MFA-Codes oder Zahlungen zu erlangen. Technische Filter allein reichen nicht — Awareness und Meldewege gehören dazu.
Angriff, der Daten verschlüsselt und häufig zusätzlich exfiltriert, um doppelt zu erpressen. Kritisch sind Erkennung vor der Verschlüsselung, geprüfte Backups und eine geübte Eskalation.
Realistische Angriffssimulation über längere Zeit mit Zielvorgabe, die Technik, Prozesse und Erkennung zusammen prüft. Anders als ein Penetrationstest bewertet es, ob ein Angriff bemerkt und gestoppt wird.
Security Information and Event Management: Plattform, die Logs aus IT- und Sicherheitssystemen zentral sammelt, normalisiert, korreliert und über Detektionsregeln Alarme erzeugt. Ein SIEM erkennt nur, was an Logquellen angebunden und in Use-Cases beschrieben ist.
Security Orchestration, Automation and Response: Automatisierung wiederkehrender Analyse- und Reaktionsschritte über Playbooks. Automatisierung übernimmt Anreicherung und Vorbereitung, die Entscheidung über eingreifende Maßnahmen bleibt beim Analysten.
Security Operations Center: Team, Prozesse und Technik, die Angriffe rund um die Uhr erkennen, bewerten und eindämmen. Ein SOC kann intern, ausgelagert (Managed SOC) oder gemeinsam betrieben werden (Co-Managed).
Strukturierte Informationen zu Angreifern, Werkzeugen und Indikatoren. Nützlich wird Threat Intelligence erst, wenn sie in Detektionsregeln, Priorisierung und Anreicherung von Alarmen einfließt.
Beschriebener Erkennungsfall: Risiko, benötigte Logquellen, Regel-Logik, Schwellwerte, Fehlalarm-Behandlung und Reaktionsanweisung. Use-Cases sind der Grund, warum ein SIEM Erkenntnisse liefert statt nur Daten zu speichern.
Fortlaufender Prozess aus Erfassung, Bewertung, Priorisierung und Nachweis der Behebung von Schwachstellen — mit Ausnutzbarkeit und Geschäftskritikalität als Priorisierungsmaßstab, nicht nur dem CVSS-Wert.
Extended Detection and Response: Erweiterung des EDR-Ansatzes auf weitere Telemetrie wie Identität, E-Mail, Netzwerk und Cloud. In der Praxis entscheidend ist nicht das Kürzel, sondern die Frage, wer die Signale tatsächlich auswertet.
Schwachstelle, für die zum Zeitpunkt der Ausnutzung kein Patch verfügbar ist. Entscheidend sind dann schnelle Bestandsaufnahme, temporäre Maßnahmen und gezielte Detektion auf Ausnutzungsversuche.
Häufige Fragen zu den Begriffen aus Security Operations.
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